Einweihung des Beratungszentrums

Dingolfing, 30.07.2015

Vorstandsvorsitzender Michael Beham begrüßt die anwesenden Gäste

In den vergangenen Monaten nahm es deutlich an Gestalt an, das neue Gebäude der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG am Marienplatz. Nun ist das Beratungszentrum fertig gestellt und Ende Juli erhielt es den kirchlichen Segen.

Zur Einweihungsfeier im neuen Veranstaltungssaal im Dachgeschoss konnte Vorstandsvorsitzender Direktor Michael Beham auch im Namen von Vorstand Josef Wenninger und dem Aufsichtsrat zahlreiche Gäste begrüßen: Stadtpfarrer Martin Martlreiter, 2. Bürgermeister Franz Bubenhofer, die Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, besonders Architekt und Bauleiter Hans Vogginger, sowie Bezirksdirektor Wolferseder von der Bausparkasse Schwäbisch-Hall und Herrn Zimmerer von der R+V-Versicherung.

Komplexer Neubau

Wie Beham erläuterte, sei es nicht sinnvoll gewesen, das bestehende Gebäude zu sanieren, so entschloss man sich zu einem Neubau. Im Mai 2014 erfolgte der Abriss, der aufgrund der Verschachtelung mit den angrenzenden Gebäuden nicht ganz einfach war. Ebenso gestaltete sich die Neubaumaßnahme nicht ganz einfach. Architekt Hans Vogginger musste nicht nur ein Gebäude entwerfen, das die Funktion einer Bank erfüllt, sondern es sollte auch banktypische Kernkompetenzen wie Sicherheit und Vertrauen, Voraussicht und Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Präzision verkörpern. Vogginger habe alle diese Aspekte verknüpft und so entstand auf dem nur 117 Quadratmeter großen Grundstück ein modernes Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 480 Quadratmetern auf insgesamt vier Ebenen und einem Keller. Dank der großen Fensterflächen ist das Gebäude lichtdurchflutet. Bei Energiekonzept und Technik wurden modernste Standards angesetzt, zum Beispiel mit Dämmungen und dem neuartigen Plattensystem für die Fassade. Dazu kommen Wärmerückgewinnung und der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke.

„Eine Bereicherung“

2. Bürgermeister Franz Bubenhofer gratulierte in seinem Grußwort zum gelungenen Neubau im „Wohnzimmer der Stadt“. Das Gebäude stelle eine Bereicherung für den Marienplatz dar. Der Neubau sei ein weiterer Akzent in der Unternehmensgeschichte der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing und der Beweis für das Vertrauen in den Standort Dingolfing. Für die Mitarbeiter sei es notwendig, in einer Umgebung zu arbeiten, die ihre Aufgaben unterstützen. Das persönliche Gespräch mit den Kunden bezeichnete Bubenhofer als weiterhin wichtig.

Bauen auf engstem Raum

Architekt und Bauleiter Hans Vogginger blickte in seiner kurzen Ansprache auf die Baumaßnahme zurück. Bauen in der Altstadt sei eine anspruchsvolle und sensible Aufgabe. Der Neubau sollte sich einfügen und gleichzeitig eine eigene Identität entwickeln, modern und funktional. Auf engstem Raum musste gebaut werden, für Baustelle und Firmen stand wenig Platz zur Verfügung. Vogginger dankte Direktor Beham und Vorstand Wenninger für die zuverlässige Zusammenarbeit, und er dankte den bauausführenden Firmen - sie seien für ihn „Partner am Bau“.

Kirchlicher Segen

Stadtpfarrer Martin Martlreiter freute sich, dass man vom neuen Gebäude aus zur Stadtpfarrkirche St. Johannes blicken kann. In seiner Ansprache im Rahmen einer kleinen Andacht stellte er fest, dass es ohne Banken nicht gehe - die Griechenland-Krise habe dies erst kürzlich wieder bewiesen. Die Bank sei nicht nur Lebenspartner in der Gewinnoptimierung, sondern buchstäblich stiller Begleiter von der Wiege bis zur Bahre - also das ganze Leben hindurch. Für diese Begleitung brauche es Menschen mit Kompetenz und Vertrauen. Stadtpfarrer Martlreiter sprach den Segen für die neuen Räumlichkeiten.

Wechselvolle Geschichte des „Hupfloher Hauses“

Vorstandsvorsitzender Direktor Michael Beham erinnerte in seiner Ansprache im Rahmen der Einweihung des neuen Volksbank-Beratungszentrums an die Geschichte des Gebäudes am Marienplatz, das nun ersetzt wurde: „An dieser Stelle des Marienplatzes wurden seit dem Jahr 1909 Bäckereien betrieben. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff ’Hupfloher Haus‘. Die Familie Hupfloher hatte hier ebenfalls ihren Bäckereibetrieb und baute im Jahr 1981 dann das Gebäude um und vermietete es daraufhin an die örtliche Sparkasse, die bis zum Jahresende 2006 hier interne Abteilungen untergebracht hatte. Bereits im Jahr 2005 kauften wir, also die Volksbank Raiffeisenbank Dingolfing eG dieses Stadthaus und vermieteten es nach dem Auszug und Rückbau der Sparkasse ab 2007 an die Firma Farbklex. Als im Jahr 2012 dieses Mietverhältnis beendet wurde, machten wir uns intensive Gedanken über die weitere Nutzung. Die oberen Stockwerke waren ohnehin seit vielen Jahren nicht mehr bewohnt, da die Heizungsanlage und die Versorgungsrohre defekt waren. Wir wollten dann nach einigen Planungsgesprächen das Geschäftshaus sanieren und renovieren. Beratend haben wir verschiedene Fachleute hinzu gezogen und mussten feststellen, dass der Schädlingsbefall in den Holzbalkendecken, sowie die sonstigen Schäden doch erheblicher waren als angenommen. Damit war die vernünftigste Entscheidung, auch aus Kostengesichtspunkten, der Abriss mit dem folgenden Neubau.“

Effiziente Raumaufteilung

Vorstand Josef Wenninger oblag bei der Einweihungsfeier das Schlusswort; dabei stellte er die Räumlichkeiten auf den verschiedenen Stockwerken des Neubaus dar. Die Räume sind nicht nur funktional, sondern auch hell und freundlich gestaltet. Der Blick aus den Fenstern umfasst den Marienplatz bis hin zur Stadtpfarrkirche St. Johannes. So befinden sich im Erdgeschoss der Empfangsbereich und Büroräume für Abwicklung von Versicherungsangelegenheiten der R+V sowie Unterstützung für Bausparkasse und Immobilienbereich. In den weiteren Stockwerken befinden sich der neue Sitzungs-/Besprechungsraum sowie Beratungsräume mit moderner Technik (hier kann der Kunde an einem großen Bildschirm mitverfolgen, was der Berater in den PC eintippt - mit dieser Transparenz nehme die Volksbank Dingolfing in Niederbayern eine Vorreiterrolle ein, so Wenninger), die EDV und Organisatorisches sowie ein für Veranstaltungen und Bewirtung nutzbarer größerer Saal. Der Neubau ist mit dem bereits bestehenden Volksbankgebäude mittels Durchbrüchen verbunden.

Viel Platz für vertrauensvolle Beratungsgespräche

Wie Direktor Michael Beham bei der Einweihung betonte, bedeute die Erweiterung der Hauptstelle am Marienplatz eine Standortsicherung und eine langfristige Präsenz in der Region. Im neuen Beratungszentrum finden die Kunden Spezialisten aus den Bereichen Versicherungen, Bausparen, Finanzierung und Immobilien. Die Volksbank begleite die Menschen durch alle Lebenssituationen. Dabei stelle man sich auf die Anforderungen der Kunden ein, die sich im Laufe eines Lebens ja immer wieder verändern: „Dafür steht das genossenschaftliche Geschäftsmodell“. Bei Planung und Inneneinrichtung wurde viel Wert auf eine angenehme Atmosphäre gelegt, die vertrauensvolle Beratungsgespräche mit den Kunden ermöglicht. Beham und Wenninger dankten Architekt Hans Vogginger, der für die Planung des Gebäudes und auch für die Einrichtung und Gestaltung des Innenbereichs zuständig war, mit einem Geschenk.