Spende eines Defibrillators

Dingolfing, 10.02.2015

Vorstandsvorsitzender Michael Beham zusammen mit BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Endl, stv. Rettungsdienstleiter Erich König und Günther Endl

In der Hauptstelle der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG steht der Bevölkerung nun ein Defibrillator für akute Notfälle rund um die Uhr zur Verfügung. Das Gerät ist lebensrettend bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern.

Schnelles Handeln bei Herzkammerflimmern ist wichtig. In Deutschland sterben jährlich über 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern an einem plötzlichen Versagen der Herzfunktion. Ursache für „plötzlichen Herztod“ ist meist Herzkammerflimmern. Dabei pumpt der Herzmuskel nicht mehr koordiniert, sondern zuckt mit hoher Frequenz – er „flimmert“. Abrupt sinkt die Pumpleistung des Herzens auf null; der Kreislauf kommt zum Stillstand. Ein Defibrillator (oder Schockgeber) kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern (bei der Defibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern (bei der Kardioversion) beheben und so einem plötzlichen Herztod vorbeugen. Dafür wird die Energie über großflächige Elektroden abgegeben. Entweder werden die mit den Händen auf den Brustkorb des Patienten gedrückt („Paddles“) oder auf den Brustkorb geklebt („Klebeelektroden“ oder „Fast-Patches“). Tritt ein solches Herzkammerflimmern auf, ist eine Defibrillation die einzig wirksame Maßnahme zur Lebensrettung. Je früher sie einsetzt, desto größer sind die Überlebenschancen für die Betroffenen. Indes bleibt den Helfern wenig Zeit: Mit jeder Minute, die ohne Hilfe verrinnt, sinkt die Lebenserwartung um bis zu zehn Prozent; nach drei bis fünf Minuten sterben erste Gehirnzellen ab. Doch so schnell schafft es ein Notarzt nur selten an den Unglücksort.

Das 24. Türchen des Spenden-Adventskalender der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG verbarg einen Defibrillator des BRK-Kreisverband Dingolfing-Landau. Kürzlich übergab nun Günter Endl, Kreisgeschäftsführer Andreas Endl und stellvertretender Rettungsleiter Erich König einen Defibrillator in die Obhut der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG. Dieses lebensrettende AED-Gerät wird nun zentral in der Innenstadt Dingolfing im SB-Bereich der Hauptstelle Marienplatz platziert. Da der Defibrillator ein Laiengerät ist, kann er von jedem Ersthelfer bei einem Herz-Kreislaufstillstand problemlos eingesetzt werden. Durch die Sprachsteuerung unterstützt es den Ersthelfer und führt selbständig eine Diagnose am Patienten durch. Im Falle eines Herz-Kreislaufstillstandes kann mit diesem Defibrillator dieser oder das lebensbedrohliche Kammerflimmern bekämpft werden.

„Wir wünschen es nicht, aber im Notfall können wir helfen, Leben zu retten“, sagt Vorstand Michael Beham. „Im regen Treiben rund um den Marienplatz und der Bruckstraße  kann immer mal etwas passieren. Prävention ist wichtig, um Leben zu halten und Leben zu retten.“ Für den Ernstfall Herzstillstand ist die Innenstadt von Dingolfing nun gewappnet. „Wichtig für die lebensrettende Maßnahme sind ein guter Standort und der öffentliche Zugang zum Gerät“, so der stv. BRK-Rettungsleiter Erich König und ergänzte, dass „im Notfall der Ersthelfer vor allem Ruhe bewahren und als allererstes den Notruf 112 absetzen sollte, ehe mit den lebensrettenden Maßnahmen begonnen werde“.

Vorstand Michael Beham erwähnte in diesem Zusammenhang, „dass durch die Installation in der Volksbank-SB-Zone beide genannten Voraussetzungen gegeben seien und das natürlich rund um die Uhr“. Er führte weiter aus: „Als Partner der Region ist es uns ein besonderes Anliegen den Menschen in Dingolfing auch in einer solch schwierigen Lage helfen zu können und entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen“. Die Vertreter der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG stellten bei der offiziellen Übergabe nochmals die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband Dingolfing-Landau heraus, ohne deren Unterstützung dies so nicht möglich gewesen wäre.

Man hielt auch fest, „dass alle Mitarbeiter der Hauptstelle Marienplatz für den Ernstfall erneut geschult und vorbereitet werden, so dass diese während den Anwesenheitszeiten im Notfall schnell reagieren und die Ersthilfe bis zum Eintreffen eines Arztes leisten können“.

BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Endl begrüßte diese vorbildliche Initiative und Zusammenarbeit der Volksbank und des BRK im Sinne des Gemeinwohles der Dingolfinger Bevölkerung, hoffe aber, dass der Defibrillator möglichst nie gebraucht werden müsse.