Zur vollständigen Schaffung des europäischen Binnenmarktes werden ab Anfang 2008 sukzessive auch innerhalb Deutschlands einheitliche europäische Standards für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen umgesetzt. Der Zahlungsverkehr in Europa wird damit einfacher und schneller.
Europa wird zum Binnenmarkt
Als Kunden der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG profitieren Sie von Anfang an vom Binnenmarkt und von SEPA. In Deutschland gab es ab 2003 die EU-Standardüberweisung, die seit Februar 2008 durch die Euro-Überweisung ersetzt wurde. Die VR-BankCard wird bereits in vielen anderen EU-Ländern breitflächig akzeptiert. Seit November 2009 können die beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren eingesetzt werden.
Einheitliche Verfahren für Europa
Die Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes ist Teil der Umsetzung des Binnen-marktes. Ein entscheidender Schritt war die Euro-Bargeldeinführung 2002. Der von der europäischen Kreditwirtschaft 2002 gegründete europäische Zahlungsverkehrsrat - EPC (European Payments Coun-cil) – hat einheitliche Standards und Regeln für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen in Europa entwickelt und verabschiedet.
Technische Infrastruktur seit 2008
Die Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützen seit 2008 mit Ihrer technischen Infrastruktur die neuen SEPA-Verfahren und sind bereit. Wir stellen Ihnen die neuen europäischen Zahlungsinstrumente seit 2008 schrittweise zur Verfügung. Dies erfolgte jeweils abhängig von den rechtlichen Voraussetzungen. Die Volksbanken Raiffeisenbanken haben durch ihre effizient aufgebaute Infrastruktur mit führenden Dienstleistern hier eine Vorreiterposition.
€uro-Überweisung
Die „€uro-Überweisung“ (SEPA) als Produkt für Überweisungen im gesamten Binnenmarkt (einschließlich Deutschlands) baut auf der 2003 eingeführten „EU-Standardüberweisung“ auf. Als Identi-fizierung der Bankverbindung des Kontoinhabers / Zahlers und des Zahlungsempfängers dienen IBAN und BIC. Das „SEPA-Überweisungs-verfahren“ wurde von der europäischen Kreditwirtschaft am 28. Januar 2008 gestartet. Seit diesem Zeitpunkt steht Ihnen als Kunden der Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG dieses neue europäische Zahlungsinstrument auch für Inlandszahlungen zusätzlich zur Verfügung.
Link siehe unten.
€uro-Lastschriften
Mit den beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren können künftig Gelder von Konten im Binnenmarkt eingezogen werden. Die neuen Verfahren ähneln den heute innerhalb Deutschlands eingesetzten Verfahren (Einzugsermächtigungsverfahren bzw. Abbuchungsauftragsverfahren). Grundlage sind Lastschriftmandate des Zahlungspflichtigen, welche den Zahlungsempfänger und die Bank des Zahlungspflichtigen zum Einzug berechtigen. Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin. Als Identifizierung der Bankverbindungen dienen IBAN und BIC. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI – Creditor Identifier). Für den Umgang mit abgelehnten oder zurückgegebenen Lastschriften sollen im Binnenmarkt einheitliche Regeln gelten. Der flächendeckende Einsatz ist jedoch abhängig vom rechtlichen Umfeld, welches mit einem neuen EU-Rechtsrahmen ab November 2009 – Einführung der Verfahren – geschaffen wird.
Link siehe unten.
Kartenzahlungen im Binnenmarkt
Bank-Karten sind mit SEPA im Binnenmarkt noch breiter einsetzbar. Dies gilt insbesondere für die VR-BankCard, Ihrem Schlüssel zum Konto. Das "SEPA Cards Framework" (Rahmenvorgaben) definiert generelle Anforderungen an Karten-Systeme, die das Bezahlen in Europa weiter vereinfachen. Die VR-BankCard und die deutschen „girocard-Systeme“ („electronic cash“ sowie Deutsches Geldautomaten-System) erfüllen diese Anforderungen. Die Akzeptanz im Binnenmarkt wird durch neue Allianzen mit weiteren europäischen Kartenzahlungssystemen sukzessive ausgebaut. Auch die genossenschaftlichen Kreditkarten von MasterCard und VISA entsprechen den SEPA-Anforderungen. Für Kartenzahlungen gelten auf Basis von Chip-Technologie europaweit einheitliche Standards.
• Firmenkunden
Arbeiten im Binnenmarkt
Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum bietet insbesondere international tätigen Unternehmen viele Chancen und Vorteile. Mit dem VR-FinanzPlan Mittelstand unterstützen wir Sie, diese bereits heute optimal auszuschöpfen:
Viele Möglichkeiten
Steuern Sie Ihren Euro-Zahlungsverkehr im Binnenmarkt
komplett über Ihr Konto bei uns.
Profitieren Sie von einfachen, effizienten und schnellen
Zahlungen.
Bestimmen Sie durch die neue Lastschrift den Zeitpunkt des
Geldeingangs aus Ihrer Rechnungslegung selbst.
Genießen Sie mehr Sicherheit dank einheitlicher Regelungen.
Optimieren Sie Ihre Liquiditätssteuerung im europäischen
Ausland.
Ergreifen Sie die Chance und nutzen Sie Einsparpotenziale.
Setzen Sie bei der Umstellung auf die neuen
Zahlungsanwendungen auf unsere kompetente Unterstützung.
• Privatkunden
Mobilität im Binnenmarkt
Sie können die neuen SEPA-Produkte für inländische und grenzüberschreitende Zahlungen im Binnenmarkt einsetzen. Mit dem Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) wird die Mobilität der Kunden im Binnenmarkt vereinfacht und erhöht.
• Nur noch ein Konto für Zahlungen im Binnenmarkt notwendig
• Zahlungen werden einfacher und schneller
• Mehr Akzeptanzstellen
• Einheitliche Standards
• Einheitliche Kontoadressierung mit IBAN und BIC
• Privatkunden / Firmenkunden
Fragen Sie uns
Für weitere Information sprechen Sie uns an. Unsere Mitarbeiter werden Sie gerne genauer informieren und zu den aktuellen Entwicklungen beraten.
Der „SEPA-Raum“
Die neuen SEPA-Produkte sollen innerhalb der Europäischen Union (EU), den drei weiteren Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie der Schweiz und weiteren Staaten und Gebieten gelten.
Die Staaten und Gebiete im Überblick
Die Länder sind derzeit die 27 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern), die drei weiteren EWR-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) sowie die weiteren Staaten und Gebiete (Mayotte, Monaco, Schweiz sowie Saint-Pierre und Miquelon).
Fokus liegt auf der Euro-Zone
Der Fokus von SEPA liegt zunächst auf den Ländern, die den Euro eingeführt haben. Die Euro-Zone besteht seit Januar 2009 aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Griechenland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern. Weiterhin werden in Monaco, San Marino und dem Vatikan spezielle Euro-Münzen herausgegeben, wobei diese Kleinstaaten nicht zur EU gehören.
Gemeinsamer Binnenmarkt
Die Schaffung des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes (SEPA – Single Euro Payments Area) ist Teil der Umsetzung des Binnenmarktes seit 1992. Im Folgenden wurde während einer Tagung des Europäischen Rates im März 2000 in Lissabon beschlossen, die EU mit der „Lissabon-Agenda“ bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“.
Einheitlicher EU-Rechtsrahmen für Zahlungsdienste
Die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen wurden auf europäischer und nationaler Ebene geschaffen. Eine entsprechende EU-Richtlinie wurde verabschiedet und gilt ab 31. Oktober 2009 auch national. Die Umsetzung in deutsches Recht erforderte umfangreiche Anpassungen von Regelungen im Rechtsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Bank. Daher gelten ab 31. Oktober 2009 neue Allgemeine Geschäftsbedingungen, Sonderbedingungen für den Überweisungsverkehr, für den Lastschriftverkehr, für die VR-BankCard bzw. VR-ServiceCard und Sonderbedingungen für das Online-Banking.
Nationale Verfahren existieren zunächst weiter
Die neuen Zahlungsinstrumente für den europäischen Binnenmarkt werden zunächst zusätzlich zu den nationalen Verfahren angeboten. Bei inländischen Zahlungen können Sie deshalb ab 2008 sukzessive zwischen nationalen und europäischen Verfahren wählen.
Hier finden Sie Erläuterungen zu wichtigen Begriffen.
BIC
BIC steht für Bank Identifier Code und ist der international standardisierte Bank-Code, vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland. Der BIC, oftmals auch noch als SWIFT-Code bezeichnet, wird neben der IBAN als zweites Identifikationsmerkmal für die jeweils Konto führende Bank zur Weiterleitung von Zahlungen benötigt. Mit dem BIC können weltweit Kreditinstitute eindeutig identifiziert werden. Der BIC ist entweder 8 oder 11 Stellen lang. An der fünften und sechsten Stelle ist ein Länderkenn-zeichen zu finden (z. B. DE für Deutschland).
EPC
Die europäischen Banken haben zur Schaffung der neuen SEPA-Zahlungsverkehrsstandards und Regelungen den europäischen Zahlungsverkehrsrat EPC (European Payments Council) geschaffen. Der EPC ist bezüglich Standards des Massenzahlungsverkehrs vergleichbar mit dem ZKA (Zentraler Kreditausschuss) in Deutschland.
EU
Die Europäische Union besteht derzeit aus 27 Mitgliedstaaten. Diese sind: Belgien, Bulgarien, Däne-mark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland und Zypern.
Euro-Staaten
Im Januar 2009 werden 16 EU-Mitgliedstaaten den Euro als Währung eingeführt haben. Die Staaten der Euro-Zone sind derzeit: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern.
EWR
Der Europäische Wirtschaftsraum besteht derzeit aus 30 Ländern. Dies sind die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie die drei weiteren EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen.
IBAN
IBAN steht für International Bank Account Number. Sie ist eine standardisierte internationale Bankkontonummer. Die IBAN besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen und einer Prüfziffer zusammensetzt, und einer national festgelegten Komponente. Diese ist für Deutschland die Bankleitzahl und die Kontonummer. Die IBAN besteht insgesamt aus maximal 34 alphanumerischen Zeichen. Die Länge der IBAN ist je Land unterschiedlich. Die Anzahl der alphanumerischen Zeichen ist jedoch innerhalb eines Landes einheitlich. In Deutschland besteht die IBAN aus insgesamt 22 Buchstaben und Ziffern.
SEPA
SEPA (Single Euro Payments Area) ist der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Mit SEPA wird eine einheitliche europäische Zahlungslandschaft für Euro-Zahlungen entstehen. Diese umfasst die folgenden Staaten und Gebiete. Neben den derzeit 16 Euro-Staaten sind alle 11 weiteren EU-Mitgliedstaaten beteiligt. Auch die Kreditinstitute in den drei Staaten des Europäischen Wirtschaft-raumes (EWR) Island, Liechtenstein und Norwegen wollen die neuen europäischen Zahlungsinstrumente einführen. Ebenso umfasst der „SEPA-Raum“ die weiteren Staaten und Gebiete Mayotte, Monaco, Schweiz sowie Saint-Pierre und Miquelon. Die neuen Zahlungsverkehrsstandards werden abhängig vom rechtlichen Umfeld ab 2008 sukzessive eingeführt.